Um auf dem neuesten Stand der indie Filmwelt zu sein, präsentiert ÉCU diese Woche Helen Hunt und ihre letzte Rolle in The Sessions (2012). Der inspirierende Film hat den Sundance Audience Award 2012 gewonnen (und reglich verdient) und wird nächste Woche in den Kinos erscheinen. Dieser unabhängige Film erforscht und meidet die konventionellen Konzepte der Sexualität. Als ein Polioopfer verliert er seine Jungfräuligkeit mit 38 Jahren und beschäftigt sich damit in einer sehr direkten Art und Weise. Trotz seiner Einschrenkung durch eine Eisenlunge, stellt er direkt einen Sexersatz an, welcher von Helen Hunt gespielt wird.

Wenn man die Menge an involvierter Nacktheit beachtet, ist Hunt’s Performance standhaft und auch die Art und Weise, in der sie John Hawke’s Rolle die Jungfräuligkeit nimmt, ist unerschrocken. Dass dieser Film originell ist, ist keine Frage – wie viele Filme haben Sie schon gesehen, die das Geschlechtsverkehr auf diese Art zeigen? Er bricht das „Taboo“ sexueller Partnerschaft mit einer Person, die physisch so unter einer Krankheit leidet und, was die Geschichte von Hawke’s Person noch ergreifender macht: sie begiebt sich auf einer wahren Begebenheit. Ben Lewis – der Drehbuchautor und Regisseur von The Sessions, wurde von einem Zeitungsartikel namens „Beim Angesicht eines Sexersatzes“ inspiriert. Er hat Lewis sehr ergriffen, da er von Mark O’Brien geschrieben wurde, der – genauso wie Lewis – auch an Polio erkrankt war.

Helen Hunt hat viel Anerkennung und Preise für ihr schauspielerisches Talent in den verschiedensten Rollen bekommen. Sie wurde 1963 geboren, ist amerikanische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin und hat schon von klein auf in der Filmindustrie gearbeitet. Sie hat den Academy Award als Beste Schauspielerin in As Good as It Gets (1997) gewonnen. Hier setllt sie das lustige Beispiel der unvorhersagbaren Liebe dar, da sie sich in einen Mann mit Zwangsstörung verliebt, der von Jack Nicholson gespielt wird. Außerdem hat sie Hollywoodfilme durch ihr Talent verbessern können, wie Twister (1996), Cast Away (2000), What Women Want (2000) und Then She Found me (2008), bei denen sie auch das Drehbuch mitgeschrieben, produziert und Regie geführt hat. Noch dazu hat sie einen Golden Globe Award, einen Academy Award und einen Emmy Award, alle im selben Jahr gewonnen (1998).

Hunt beschreibt sich selbst als eine “Muskelkraft – Schauspielerin”, die sehr viel Arbeit investiert, was sich jedoch, wie man sieht, auszahlt. Es spricht für die indie Filmwelt, dass sie entschieden hat dieses Projekt zu machen und schlussendlich sehr stolz darauf ist. Sie hat eine gewisse Vorliebe für die Art, mit der man sich für die Sexualität in dem Film beschäftigt. Wir bei ÉCU sind von solch originellen Drehbüchern erstaunt und glücklich, dass es Menschen gibt, die im unabhängigen Kino arbeiten und es schaffen ein so grosses Publikum zu erreichen, wie es The Sessions geschafft hat.

Gill Gillespie

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