Es ist Anfang des Februars, und da die Oscars gerade um die Ecke sind, wirft ÉCU sein Blick auf einen anderen großartigen Independentfilm, welcher beeindrückende acht Academy Awards Nominierungen erhielt: Silver Linings (orig. Silver Linings Playbook, 2012) von David O.Russell. Russell ist der amerikanische Regisseur,  Produzent und Drehbuchautor, er drehte und schrieb das Drehbuch für Silver Linings (basierend auf dem Roman von Matthew Quick). Er ist auch bekannt durch Spanking the Monkey (1994), Flirting with Disaster- Ein Unheil kommt selten allein (1996), Three KingsEs ist schön König zu sein (1999), I Huckabees (2004) und The Fighter (2010). Wenn man die Vielfalt dieser Filme betrachtet, ist es schwierig, den Stil von Russell genau zu bestimmen. Seine Filme erforschen viele unterschiedliche Themen, manchmal ziemlich ernsthafte, aber mit einem guten Sinn für Humor.

I Huckabees, zum Beispiel, ist eine existenzielle Komödie, in welcher die Charaktere große, philosophische Fragen stellen, der Film ist allerdings im Wesentlichen absurd. Es beinhaltet sehr lustige Auftritte von Jason Schwartzman, Dustin Hoffman, Lily Tomlin, Mark Wahlberg, Naomi Watts und Jude Law. Albert, der Charakter von Schwartzman, beauftragt Detektive (Hoffman und Tomlin), um ihm die Gründe für die Zufälle in seinem Leben zu erklären, und trifft den Charakter, gespielt von Wahlberg, der eine nihilistische Philosophie zum Leben hat. Der Film hat sehr amüsante Dialoge über die großen Fragen im Leben.

Der Detektiv von Albert (Tomlin):” Hast du irgendwann Raum und Zeit überschritten?

Albert:“Ja. Nein. Ähm, Zeit, nicht Raum. Nein, ich weiß nicht, wovon du sprichst.

Der film mit völlig anderem Filmstil, welcher große kritische Zustimmung erhielte, ist The Fighter mit Mark Wahlber, Melissa Leo, Amy Adams und Christian Bale. Er ist basiert auf der wahren Geschichte des professionellen Faustkämpfer Micky Ward (Wahlber), deren Idol sein älterer Halbbruder Dicky (Bale) war, ein talentierter Kämpfer mit viel Potenzial, der in das Leben der Crackabhängigkeit abrutschte. Micky kämpft mit seiner schwierigen Familie, welche auf der Kontrolle seiner professionellen Boxerkarriere besteht. Das Schauspiel ist sehr qualitativ und der Film wirft das Licht auf solche Themen wie Drogenabhängigkeit und familiäre Beziehungen.

Silver Linings schaffte ganz gut im Rahmen der Nominierungen für die Kinopreise und ist ausgezeichnet durch großartige Schauspiel von Bradley Cooper, Jennifer Lawrence (welche gewann Golden Globe als Beste Schauspielerin für diese Rolle) und Robert De Niro. Der Film schildert, wie zwei Hauptcharaktere mit ihren persönlichen Problemen umgehen, und wie sie sehen, dass die Welt sie als „verrückte“ bezeichnen und kriegen nichts auf die Reihe so, wie es sozial akzeptabel ist. Pat (Cooper) ist manisch-depressiv und wird in eine Klinik geliefert, nachdem er einen Mann zusammenschlägt (er find heraus, dass seine Frau ihm mit diesem Mann betrügt). Seit sie ihren Mann verloren hat, gewann Tiffany (Lawrence) einen Ruf als Nymphomanin.

Es ist klar, dass die Charaktere alle andere irritieren, wenn sie ihre Gedanke zu offen aussprechen und ihre raue Emotionen, wie sie erlebt werden, zeigen. Der Film stellt das menschliche Urteilsvermögen bezüglich der Menschen, die irgendwie nicht normal sind, infrage, und vielleicht würden wir uns auch nicht in einer bessere Weise ausdrücken können. Praktisch sind es zwei Hauptcharaktere, die als „andere“ gesehen werden, und jetzt sehen wir eine Handvoll von Menschen, die als „normal“ wahrgenommen werden, die aber mehr mitspielen und es versuchen, anzupassen. Pats Vater hat Zwangsneurose, tut aber so, als ob seine Aberglaube normal ist, sein Freund verbiegt sich unter dem Druck, ein harter Typ im Büro zu sein und macht alles, was seine Frau will, obwohl er eine Fassade anlegt, dass alles unter Kontrolle ist. Der Film ist ziemlich erhebend und wir würden sehr empfehlen, ihn zu schauen, und wünschen viel Glück bei den Oscars!

Gill Gillespie

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