Eine Meinung auf meinem Blog veröffentlichen? Ich werde weggezerrt.

Meinem Freund eine sexy Mail senden? Er wird der Einzige sein, der sie liest.

Wieso ist es so schwierig zu tweeten? Weil Twitter blockiert ist.

Erlaubte Schlagzeilen die für mich als gut angesehen werden, Fernsehen mit Sendungen die ausfallen oder niemals von Axl Rose gehört haben der „Chinesische Demokratie“ singt. All dies macht die Chinesische Medienpolizei zu jener die Tradition und Modernität bekämpft.

China reiht sich in eines der Länder mit den geringsten politischen Freiheiten überhaupt ein. Obwohl die chinesischen Bürger allem Anschein nach Presse- und Protestfreiheiten haben, droht die „Autozensur“ Journalisten und Individuen mit hohen Geld – und Gefängnisstrafen, falls sie beim Veröffentlichen von umstrittenen Inhalten erwischt werden. Sechs verschiedene Gesetze beinhalten strenge Regelungen betreffend der Internetmedienkanäle wie zum Beispiel blockierte Suchmaschinen oder Informationen, die stark von mehreren Einheiten der Regierung überwacht werden.

Wenn jemand normalerweise aus Sorge nicht den schlechten Haarschnitt eines Freundes erwähnt, muss man in der Volksrepublik von China aufpassen, was man sagt, oder es überhaupt nicht sagen. Der größte Schock für demokratische Gesellschaften wo Redefreiheit existiert, würde eine chinesische Bannung von Social Media Seiten wie Youtube oder Facebook sein.

Social Media muss in Hinblick auf Zensur besondere Beachtung gelten, da es ein Interaktionsmittel zwischen Individuen und Gemeinschaften weltweit ist. Solche Kanäle werden als geeignetstes Mittel betrachtet, um Datenberichte zu aktualisieren, Beziehungen zu pflegen oder einfach, um der kluge Kopf hinter einer vernetzten Welt zu sein. Social Media ist sehr praktisch, da man damit ein größeres Publikum direkt, auf der Stelle und permanent erreichen kann.

Um sich politische Autorität zu sichern, müssen ausländische Organisationen und Individuen während ihres Aufenthalts die chinesische Zensurpolitik respektieren. Das bedeutet, dass Auslandskorrespondenten keinen Zugang zu Sozialen Netwerkkanälen haben, und Informationen können einer Auslandsquelle nur mit Erlaubnis des Staates mitgeteilt werden.

Medien einzuschränken mag barbarisch klingen, aber mit der weltweit zweitgrößten Wirtschaft, einer Bevölkerung von 1,3 Billionen, und als Land auf dem man stark für Warenimporte und – Exporte abhängig ist, wurde China rasch zu der Übermacht unseres Planeten.

Wie kommt es, dass ein Land, in welchem vor 35 Jahren die meisten Bürger von Rationen lebten, heutzutage die US Schulden kaufen und eine starke Präsenz in Afrika vorweisen kann?

Chinas Aufstieg zur Übermacht geht auf Denk Ziaoping zurück, ein einflussreicher Anführer der chinesischen kommunistischen Partei, der in 1978 Chinas staatliche, soziale, politische sowie wirtschaftliche Sphären komplett reformiert hatte. Diese auf Staatseigentum und Produktionsmanagement basierenden Reformen konnten die chinesische Wirtschaft stabilisieren, machten China jedoch zur selben Zeit zu einem autoritären Staat. Deshalb ist China heute noch willkürlichen Gesetzen und einer Regierungskontrolle ausgesetzt, auch wenn die chinesische Verfassung den Bürgern Redefreiheit einräumt.

Das wäre erst einmal gesagt… Während Länder mit freier Marktwirtschaft in der Finanzkrise untergingen, wuchs Chinas BIP stetig seit dem Inkrafttreten dieser Reformen, und die Unterstützung der Regierung in diesem Land bleibt beharrlich.

Man kann sich fragen, ob in einem so großen und mächtigen Land wie China Platz für demokratische Ideen bleibt. Während China immer mehr zu eine Art Superstar wird, kann man sich fragen wie lange man derartige Einschränkungen – nicht nur gegenüber den eigenen Bürgern, sondern auch gegenüber der Welt – aufrecht erhalten kann.

Obwohl unsere Reise nach China ein toller Weg war, um ECU einem größeren Publikum näherzubringen, hat sie diverse Fragen aufgeworfen.

Wo wäre unser Festival ohne dem Einsatz von Social Media?

Und, welche Art von Filmen würden in einem autoritären Regime zensuriert werden?

Wenn man Medien kontrolliert, kontrolliert man die Nachricht, und gerade das können wir durch unsere Arbeit hier in China bestätigen.

Catherine Chapman

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